Mai 20

Autor: Andreas Mojzisch

witpdf.jpg Dass ein Spaziergang in der Natur der Erholung dient, scheint eine Binsenweisheit zu sein. Doch gibt es wirklich Belege dafür, dass die Natur unser Verhalten und Erleben beeinflusst? Können wir unsere Konzentrationsfähigkeit steigern, wenn wir in der Mittagspause einen Spaziergang im Park unternehmen? Und verhalten wir uns unseren Kollegen gegenüber anders, wenn wir uns in der Natur oder in einer belebten Stadt befinden? Diese Fragen wurden in mehreren aktuellen psycholo­gischen Experimenten untersucht.

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Mrz 12

Autor: Dr. Andreas Mojzisch

Wer bin ich? Diese Frage hat sich jeder vermutlich schon einmal gestellt. Welche psychologische Prozesse ablaufen, wenn wir versuchen, diese Frage zu beantworten, ist aber noch relativ ungeklärt. Mit Sicherheit spielen Gedächtnisprozesse eine wichtige Rolle. Wenn wir uns beispielsweise fragen, ob wir ein ehrlicher Mensch sind, dann werden wir uns vermutlich an Episoden aus unserem Leben erinnern, in denen wir uns ehrlich oder unehrlich verhalten haben. Allerdings hängt unsere Selbstwahrnehmung von vielen weiteren Faktoren ab. Aktuelle Ergebnisse der Sozialpsychologen Thomas Schubert und Sander Koole zeigen, dass unsere Selbstwahrnehmung auch von körperlichen Prozessen beeinflusst wird: Ballen Männer eine Faust, so fühlen sie sich durchsetzungsfähiger und selbstsicherer.

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Feb 25

Autor: Andreas Mojzisch

Führung ist unbestritten ein wichtiges Thema in Organisationen. In den letzten Jahren wird immer häufiger diskutiert, ob sich Männer und Frauen in ihrem Führungsverhalten unterscheiden. Sind Frauen vielleicht generell die besseren Führungspersonen, weil sie im Durchschnitt über stärkere empathische Fähigkeiten verfügen? Oder gibt es Situationen, in denen entweder Frauen oder Männer erfolgreichere Führungspersonen sind? In einem Experiment der Psychologen Mark Van Vugt und Brian Spisak von der University of Kent wurde nun gezeigt, dass wir implizite Vorurteile zu haben scheinen, in welchen Situationen Frauen und in welchen Situationen Männer die besseren Führungspersonen sind: Erwarteten die Versuchspersonen einen Konflikt mit anderen Gruppen, favorisierten sie eine männliche Führungsperson, erwarteten sie dagegen einen gruppeninternen Konflikt, favorisierten sie eine weibliche Führungsperson.

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Nov 17

Autor: Andreas Mojzisch

iStock_000005074743XSmall Während Sie diese Sätze lesen, murmeln tausende Menschen weltweit gebetsmühlenartig Sätze wie "Ich bin mutig", "Ich bin schön" oder "Ich bin eine liebenswerte Person". Diverse Psy­cho-Ratgeber, die die Kraft der Auto-Suggestion und des positiven Denkens beschwören, stür­men regelmäßig die Bestseller-Listen. Was aber ist wirklich dran an Auto-Suggestion und positivem Denken? Diese Frage wurde bisher kaum empirisch untersucht. Eine aktuelle Studie hat nun gezeigt, dass Menschen mit einem schwachen Selbstbewusstsein von Auto-Suggestion nicht pro­fi­tieren. Und noch viel schlimmer: Auto-Suggestion führt bei Menschen mit einem schwachen Selbstbewusst­sein – also aus­gerechnet bei den Menschen, bei denen diese Technik helfen sollte – dazu, dass sich diese Menschen noch schlechter fühlen als ohne Auto-Suggestion (Wood, Pe­runovic & Lee, 2009).

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Nov 09

Autor: Andreas Mojzisch

Außenseiter gelten als unangepasst, unbequem, exzentrisch und bisweilen sogar inkompetent. Sie rufen Kritik hervor und werden nicht selten belächelt. Tatsächlich ist es häufig überhaupt nicht ver­kehrt, sich auf die Mehrheit zu verlassen. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich am Bahnhof in ei­ner fremden Stadt und suchen den Ausgang. Fast alle Menschen am Bahnhof gehen nach links. Wohin gehen Sie? Sehr wahrscheinlich folgen Sie der Mehrheit.

Allerdings neigen wir dazu – und dies ist Kehrseite der Medaille – selbst dann einer Mehrheit zu folgen, wenn diese eindeutig falsch liegt. Dies konnte der amerikanische Sozialpsychologe Solomon Asch bereits in den 50er Jahren zeigen. Selbst bei sehr einfachen Aufgaben, bei denen die Lösung klar zu erkennen ist, neigen viele Menschen dazu, einer Mehrheit zu folgen, auch wenn diese Mehr­heit eindeutig eine falsche Alternative favorisiert. Diese Tendenz zur Konformität hat im wesentli­chen zwei Ursachen: Einerseits tendieren wir dazu, uns blind darauf zu verlassen, dass die Mehr­heit richtig liegt. Andererseits folgen wir der Mehrheit, weil wir uns ungern als Außenseiter fühlen.

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Okt 14

Autor: Andreas Mojzisch

color-blindness-test.jpg Sie halten Karl-Theodor zu Guttenberg für kompetenter als Frank-Walter Steinmeier? Oder umgekehrt? Mit Sicherheit haben Sie gute Argumente für Ihre Entscheidung. Oder vielleicht doch nicht? Aktuelle psychologische Studien zeigen zumindest, dass wir uns bei der Entscheidung für einen Politiker in erheblichem Maße von seinem Aussehen leiten lassen. Mehr noch: Wir folgen den gleichen (oder zumindest sehr ähnlichen) Entscheidungsregeln wie kleine Kinder. So konnten John Antonakis und Olaf Dalgas von der Universität Lausanne nachweisen, dass Schweizer Kinder im Alter von 5 Jahren vorhersagen konnten, welche Politiker am wahrscheinlichsten die französischen Parlamentswahlen gewannen – und dass, obwohl ihnen diese Politiker völlig unbekannt waren.

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Sep 03

Autor: Griseldis Ellis

“Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen…und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert”
Albert Einstein

da-vinci Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Fähigkeit, durch Leonardo Da Vincis Augen zu sehen, seine Kreativität zu nutzen, und seine Fähigkeit, das wirklich Neue in die Welt zu transportieren.

Kaum ein Anderer war seiner Zeit so weit voraus wie er. Hubschrauber waren im 15.Jahrhundert undenkbar – für den Normalsterblichen. Für Leonardo waren sie lediglich eine von vielen Visionen. Eine Vision die, wie wir heute wissen, funktioniert. Er hatte den Mut, ein Spinner zu sein und unbekannte Wege zu gehen, die Welt durch andere Augen zu sehen als der Rest der Menschheit. Was er sah, machte ihn weltberühmt.

Letztendlich geht es in dieser Zeit der sogenannten Krise genau darum: verrückt genug zu sein, uns auf das bislang Undenkbare einzulassen. Trampelpfade verlassen und neue Wege eröffnen. Nur – wie denken wir das Undenkbare?

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