Jan 12

Dollarschiffchen

Autor: Andreas Mojzisch

Die Kreditaffäre um Christian Wulff hat nicht nur die Glaubwürdigkeit des aktuellen Bundespräsidenten beschädigt, sondern generell zu einer kontroversen Debatte geführt. Wie verändern Geld und Macht unser Erleben und Verhalten? Wie wirkt sich der sozioökonomische Status auf unsere Persönlichkeit aus? Verdirbt Geld den Charakter?
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Jun 29

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Redaktion: Julia Neuhaus

Der Software-Gigant SAP hat ehrgeizige Wachstumsziele: Bis 2015 will das Unternehmen die Umsätze auf 20 Milliarden Euro verdoppeln. Um dieses Ziel erreichen zu können, müsse das Unternehmen aber erst “neue Führungskompetenzen heben” wie es in einem dem Spiegel vorliegenden Briefing der Personalabteilung heißt.

Hierzu lädt die Arbeitsdirektorin Angelika Dammann nach Aussagen des Spiegel nun seit Mai nach und nach zu einem 3-tägigen Assessment, in dem die Topführungsverantwortlichen alle ihr persönliches Führungsverhalten einer Prüfung unterziehen und gegebenenfalls lernen, es zu verbessern. Vorstand und 1. Führungsebene machen den Anfang, danach geht es sukzessive weiter mit den darunter nachfolgenden hierarchischen Ebenen.

Der BDP (Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen) kommentierte diese Nachricht in Form einer Pressemitteilung als wichtiges Signal für die Deutsche Unternehmenslandschaft und betonte, dass im internationalen Vergleich in Deutschland noch viel zu selten an solcher Stelle investiert wird.

Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Investitionen dieser Art einen enormen ROI nach sich ziehen. Erfolgskritisch ist dabei, auf die Qualität der Verfahren und der durchführenden Personen zu achten. Als eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg bezeichnet BDP-Präsidentin Sabine Siegl eine gute Vorbereitung: Für die zu testenden Führungskräfte muss ein Anforderungsprofil erstellt werden, denn geeignet sei eine Person immer nur für etwas. Zudem liefere ein solches Profil wichtige Anregungen für die Gestaltung des weiteren Verfahrens, z.B. für Interviewfragen und Rollenspiele.

Im Zuge dieser Pressemitteilung wies der BDP auf die als sicher geltende Einführung der neuen ISO-Norm 10667 hin, die für Dezember 2011 erwartet wird.

Sie umfasst unter dem englischen Begriff „Assessment“ alle Verfahren, die auf Personen, Gruppen oder Organisationen angewandt werden und Aussagen zur beruflichen Eignung treffen, sei es in Rekrutierungsverfahren, bei Auswahlentscheidungen oder Beförderungen.

Den vollständigen Spiegel Online-Artikel “SAP schickt Vorstand zum Eignungstest” finden Sie hier:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,763398,00.html

Die Pressemitteilung des BDP können Sie hier einsehen:

http://www.bdp-verband.de/bdp/presse/2011/07_sap.html

Nov 19

Autor: Andreas Mojzisch

Close-up of angry Chihuahua growling, 2 years old, in front of white background Ihr Chef brüllt Sie an, wenn Sie 2 Minuten zu spät zu einem Meeting kommen? Er reagiert persönlich verletzend, wenn sie widersprechen? Falls ja, dann sind sie nicht alleine. In einer großen US-amerikanischen Umfrage zeigte sich, dass 37% der Arbeitnehmer darüber klagen, dass ihr Chef häufig aggressiv ist. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, das 63% der US-amerikanischen Arbeitnehmer einen Boss haben, der nie oder nur sehr selten aggressiv reagiert. Was also macht den Unterschied aus? Wovon hängt es ab, ob Menschen in Führungspositionen zu Aggression neigen oder nicht?

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Okt 20

Autor: Andreas Mojzisch

Für viele Menschen wären 5 oder 10 kg weniger auf der Waage ein Traum. Wenn dann aber das Schokocroissant beim Bäcker so verführerisch aussieht, können sie nicht nein sagen. Andere nehmen sich vor, früh morgens zu joggen. Wenn dann aber um 6:00 Uhr der Wecker klingelt, gelingt es ihnen nicht, ihren inneren Schweinehund zu überwinden. Diese Liste an Beispielen ließe sich beliebig fortsetzen. Jeder kennt das Problem: Man möchte ein bestimmtes Ziel erreichen, aber es gibt Anreize, die der Umsetzung des Ziels im Wege stehen. Psychologen sprechen in diesem Zusammenhang von fehlender Selbstkontrolle.

Während sich die Grundlagenforschung vor allem damit beschäftigt, welche spezifischen Mechanismen der Selbstkontrolle zugrunde liegen, stellt sich für den Laien eher die Frage, was man konkret tun kann, um disziplinierter zu handeln. Auch hier kennt die Psychologie eine Antwort. So zeigen die Ergebnisse einer Studie der Sozialpsychologen Michelle van Dellen und Rick Hoyle, dass Selbstkontrolle ansteckend ist: Beobachtet man eine Person, die sich diszipliniert verhält, dann fällt es einem auch selbst leichter, Versuchungen zu widerstehen. Und sogar der bloße Gedanke an einen disziplinierten Menschen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man selbstdiszipliniert handelt.

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Okt 05

Autor: Andreas Mojzisch

Wie es Sophia v. Helpenstein kürzlich treffend auf den Punkt gebracht hat, ist Wissen „der einzige Produktionsfaktor, der sich durch teilen vermehrt“. Dementsprechend spielt die Mobilisierung von Wissensressourcen in Teams eine zentrale Rolle für den Erfolg von Unternehmen. Insbesondere in Projektteams, bei denen Mitarbeiter aus verschiedenen Unternehmensbereichen mit unterschiedlicher Expertise – oft auch gemeinsam mit externen Beratern – zusammenarbeiten, kommt dem Wissensmanagement eine wichtige Funktion zu. Dabei wird häufig davon ausgegangen, dass es für ein effizientes Wissensmanagement ausreicht, dass sich die Teammitglieder zusammensetzen und ihr Wissen austauschen. Die psychologische Forschung zeigt jedoch, dass es dabei zahlreiche Probleme gibt.

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Aug 16

Autor: Andreas Mojzisch

iStock_000000211109XSmall Ein neuer Blog-Beitrag wäre eine feine Sache. Diese Idee hatte ich vor 3 Monaten. Dann aber hatte ich immer wieder Gründe, warum das gar nicht so dringend ist. Das Wetter war wunderschön, bei meinen Eltern war ich schon lange nicht mehr zu Besuch, und außerdem musste der Rasen mal wieder gemäht werden. Mit der Zeit wurde mein schlechtes Gewissen immer größer, aber fertig ist mein Blog-Beitrag noch immer nicht. Psychologen bezeichnen diese Aufschieberitis als Prokrastination. Ganz egal, wie man dieses Problem nennt: Ich bin nicht alleine. Die Ergebnisse repräsentativer Umfragen zeigen, dass mindestens 15-20% aller Menschen unter diesem Problem leiden. Gerade bei Studierenden, Wissenschaftlern und Selbständigen ist Prokrastination weit verbreitet, schließlich wird nur selten kontrolliert, wann sie arbeiten.

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Jun 10

Autor: Andreas Mojzisch

dollars-make-me-happy.jpg For money can’t buy me love – so der Titel eines spannenden Beitrags, den Danny vor kurzem in diesem Blog veröffentlichte. Natürlich mag sich Luxus toll anfühlen, aber – so die Frage des Beitrags – macht Geld wirklich glücklich? In meinem Beitrag möchte ich nun versuchen, an diese Frage aus wissenschaftlicher Perspektive heranzutreten. Gibt es also einen wissenschaftlichen Beleg für den Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenszufriedenheit?

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