Nov 14
Paul Huf, Ernst Grube, Helga Hanusa am Münchner Hauptbahnhof zum Start der Reise

Der Künstler Paul Huf, der Zeitzeuge Ernst Grube und die Pädagogin Helga Hanusa zu Beginn der Reise am Münchner Hauptbahnhof.

Am 20. November 2011 jährt sich die Deportation jüdischer Münchner vom Barackenlager Milbertshofen nach Kaunas in Litauen zum 70. Mal. 976 Münchner Mitbürger wurden im November 1941 in den Tod geschickt.

Seit dem 6. November reisen der Künstler Paul Huf, Artist in Residence bei J&P, und der Holocaust-Überlebende Ernst Grube mit dem Zug entlang der Deportationsroute nach Litauen. Die Journalistin Renate Eichmeier und die Pädagogin Helga Hanusa begleiten sie auf ihrem Weg in die Vergangenheit. Im Rahmen ihrer Forschungsreise wollen der Zeitzeuge und der Künstler das Unfassbare aus der Zeit des Nationalsozialismus verarbeiten und ihm dabei auch eine neue Form des Gedenkens geben. Ihre Eindrücke halten die Forschungsreisenden in Schrift und Bild in einem Reisetagebuch fest.

Die entstanden Texte und Bilder werden im Internet dokumentiert und täglich abends zwischen 19 und 22 Uhr an die Hausfassade des Kulturhauses Milbertshofen projiziert. Wir laden Sie deshalb herzlich ein, in den kommenden Tagen das Reisetagebuch der “Forschungsreise wider das Vergessen” online zu verfolgen.

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Aug 01

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Autoren: Christian Jacobs und Julia Neuhaus

In den letzten Jahren hat sich im Bereich Leadership Development viel bewegt. Wie Gianpiero Petriglieri (Affiliate Professor für Organizational Behaviour in INSEAD) in seinem jüngst veröffentlichten Arbeitspapier "Identity Workspaces for Leadership Development" sagt, ist Leadership Development in der letzten Dekade von einer beliebten Aktivität zu einem Feld der ernstzunehmenden wissenschaftlichen Auseinandersetzung geworden. Diese Auseinandersetzung treibt unweigerlich die Veränderung und Weiterentwicklung von sogenannten Leadership Development-Programmen an und beeinflusst deren Gestalt nachhaltig. Wahrnehmbar ist die Veränderung insbesondere darin, dass international führende Eliteeinrichtungen wie INSEAD oder das IMD in Lausanne ihre Leadership Development-Angebote neuerdings zunehmend als sogenannte „Identity Workspaces“ konzipieren.

Im Gegenzug zu traditionellen Leadership Development-Programmen, die ihren Fokus im Wesentlichen auf der Akquisition von konzeptionellem Wissen und notwendigen Fähigkeiten haben, ermöglicht die Konzeptionierung von Leadership Development-Programmen als Identity Workspace neben diesen Aspekten die Revision und Konsolidierung von individuellen und kollektiven Identitäten. Es geht dabei eben auch darum, die eigene Anbindung an die Herausforderung des Führens zu spüren und zu verstehen, und Wissen und Fähigkeiten in ihrer Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext zu begreifen.

Wie Petriglieri es sagt, geht es bei Führung in der Essenz um die Balance von Aktivität und Identität. Und beide Aspekte bedürfen der kontinuierlichen Entwicklung. Einen Identity Workspace macht seiner Ansicht nach aus, dass es sich dabei um eine geschützte Umwelt für Identitätsarbeit handelt. Einen Rahmen, der den Prozess der Konsolidierung von existierenden Identitäten genauso ermöglicht wie auch eine radikale Neuorientierung.

Was bedeutet das für Arbeitgeber? Früher war es eher wahrscheinlich, dass ein Mensch, der seine Arbeit als zentrales Element seiner Identität gesehen hat, auch seinen Arbeitgeber als haltende Umgebung für seine Identitätsentwicklung wahrgenommen hat. Die Zeiten haben sich diesbezüglich sehr gewandelt, die Verbundenheit mit dem Arbeitgeber ist heute in den meisten Fällen nur noch sehr gering, wenige Menschen erwarten oder wünschen sich überhaupt noch, ihr ganzes Leben für einen Arbeitgeber zu arbeiten. Im Gegenzug ist natürlich der Stellenwert der Arbeit als Identitätsraum ungebrochen und genauso die Suche nach persönlicher Weiterentwicklung in einem geschützten System.

Hier kommen heutzutage vermehrt Business Schools und andere Anbieter von Leadership Development-Programmen ins Spiel: Manager scharen sich überall auf der Welt in Executive Programmen zusammen und nutzen diese nicht nur um ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Netzwerke zu erweitern, sondern auch – ob bewusst oder unbewusst – als persönlichen Entwicklungsraum, um zu konsolidieren oder manchmal sogar neu zu finden, wer sie eigentlich sind.

Als Unternehmen, dass auf über 20 Jahre Erfahrung in der Identitätsarbeit mit Führungsverantwortlichen und der Kulturentwicklung in Unternehmen zurückblickt, freuen wir uns natürlich sehr über das zunehmende Bewusstsein für den Stellenwert der Identitätsarbeit im beruflichen Kontext. Der Wertbeitrag solcher Arbeit ist nicht nur auf der Individualebene relevant, sondern auch ein Unternehmen an sich muss sich stetig in seiner Identität schärfen. Für uns impliziert das, dass wir einerseits unsere Exzellenz im Bereich der Gestaltung von unternehmensunabhängigen Identity Workspaces wie z. B. unseren Retreats und die daraus organisch resultierenden Netzwerke weiter ausbauen. Und andererseits bestärken und unterstützen wir Unternehmen in ihren übergeordneten identitätsbildenden Prozessen und besonders darin, eine Kultur und die entsprechenden Arbeitsräume zu gestalten, die Menschen gerecht werden, die sich langfristig und mit hohem Einsatz um die Entwicklung ihrer professionellen Fähigkeiten und Ressourcen bemühen.

Quellen:

Das vollständige INSEAD-Arbeitspapier "Identity Workspaces for Leadership Development" von Gianpiero Petriglieri können Sie hier kostenlos als PDF herunterladen:

http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1756743##

Der Artikel "Identity Workspaces: The Case of Business Schools" von Jennifer und Gianpiero Petriglieri kann hier gegen Gebühr eingesehen werden:

http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1756743##

Jun 27

Redaktion: Julia Neuhaus

Christian Jacobs Pressefoto

Unter diesem Titel erschien kürzlich ein Interview mit Christian Jacobs im Online-Magazin des Rotonda Business Clubs.

Hubertus von Barby entlockte Christian mit seinen Fragen einen kleinen Einblick in seine Sicht auf Veränderung – als Prozess im Unternehmen und als Grundmotiv des Lebens.

Das ganze Interview finden Sie hier:

http://www.rotonda.de/de/business-club/club-interviews/christian-jacobs/

Mai 24

Autor: Christian Jacobs

Stärken

Das Engagement von Mitarbeitern für die Firmenziele und die Förderung ihrer individuellen Talente verstärken sich gegenseitig. Beide Faktoren haben wiederum positive Auswirkungen auf die Performance des Unternehmens. Vor allem ein gezieltes Coaching, das Mitarbeitern wie Führungsverantwortlichen hilft, ihre Stärken zu identifizieren und einzusetzen, bringt die Aufwärtsspirale in Gang, so das Resümee der für die amerikanische Gallup Gruppe tätigen Wissenschaftler Jim Asplund und Nikki Blacksmith in ihrem jüngsten Aufsatz.
Die detaillierte Darstellung der Forschungsergebnisse der beiden Organisationspsychologen finden Sie in der aktuellen Online-Ausgabe des Gallup Management Journal.

Mai 18

Redaktion: Julia Neuhaus

Ernst & Young publizierten dieser Tage wieder die Ergebnisse ihrer Korruptionsumfrage 10th Global Fraud Survey, der Spiegel schreibt: “Jeder dritte Angestellte würde schmieren” und das scheint erschreckend viel.

Tatsache ist, dass Führungsverantwortliche in Bezug auf ihre Handlungen und Entscheidungen oft Interessenkonflikten gegenüberstehen.

Tatsache ist auch, dass viele Unternehmen sich aktiv um den Schutz vor korrupten Handlungen ihrer Mitarbeiter bemühen.

Als Anbieter von Ethik-Trainings für Top-Führungsverantwortliche machen wir natürlich vornehmlich Erfahrungen mit Unternehmen, die auf diesem Gebiet sehr engagiert sind.

Aber was ist, wenn das Unternehmen kein Compliance-Programm mit einem klaren Verhaltenskodex zur Handlungsorientierung bietet? Und selbst ein solcher Verhaltenskodex kann nicht für alle Situationen wappnen!

Auf der Suche nach Antworten lohnt sich ein Tauchgang in ein aufregendes Spannungsfeld, nämlich das von Wirtschaft und Philosophie.

Philosophie im Business, für viele klingt das nach einer gewagten Kombination. Ist es aber nicht, es gehört zum Alltag eines Führungsverantwortlichen. Wie auch die Grundlagen der Ökonomik ist die Ethik eine Disziplin der praktischen Philosophie.

Ethik ist das philosophische Rüstzeug, um als Führungsverantwortlicher Entscheidungen im Sinne der Corporate Social Responsibilty zu treffen, auch dann, wenn es keine bewährten Best Practice-Lösungen gibt, auf die man sich berufen kann.

Hier eine Zusammenstellung theoretischer Grundlagen für einen leichten Einstieg in ein wichtiges Thema:

Theoretische Grundlagen Ethik

Mai 09

Autoren: Griseldis Ellis und Christian Jacobs

Wir freuen uns sehr, Sie zu den Veranstaltungen unserer Leadershipwertstatt 2011 einzuladen!

In diesem Jahr finden zwei Retreats statt, die einzeln oder auch zusammen besucht werden können. Die Veranstaltungen richten sich inhaltlich an den Themenstellungen im Wirtschaftsleben aus, die Griseldis Ellis und Christian Jacobs für das Jahr 2011 als sehr relevant ansehen:

Aufmerksamkeit und Macht

Beide Themen stehen sich auch in ihrer psychosozialen Kraft sehr nahe, da eine vertiefende und intensivere Aufmerksamkeit wie selbstverständlich zu einer authentischen und guten Machtfülle oder Präsenz führt und eine zu gewaltige Machtausübung meist mit einer geringen Aufmerksamkeit einhergeht.

Die Retreats finden zu folgenden Terminen wunderbar gelegenen Tagungszentrum der WISAG am Sutten bei Rottach-Egern beziehungsweise im idyllischen Landhaus Eggert vor den Toren von Münster statt.

16.06. – 18.06.2011 Aufmerksamkeit (Sutten)
20.10. – 22.10.2011 Macht (Landhaus Eggert im Münsterland)
17.11. – 19.11.2011 Macht (Sutten)

Zusätzlich gibt es für die Retreat-Teilnehmer der letzten Jahre nun das vertiefende Retreat:

Das pralle Leben.

Diese Veranstaltung findet zu folgenden Terminen im Haeckenhaus am Eiswoog im Naturpark Pfälzerwald statt:

24.05.2011 Das pralle Leben.
13.09.2011 Das pralle Leben.

Das Programm und alle weiteren detaillierten Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie in den unten stehenden PDF-Dateien.

Leadershipwertstatt Retreats 2011
Retreat Aufmerksamkeit
Retreat Macht

Anfragen und Anmeldungen bitte an Doris Lösch unter doris.loesch@justhuman.de oder 089 2121 84-12.

Wir berücksichtigen Teilnehmer in der Reihenfolge der Anmeldungen und freuen uns auf Sie!

Mit freundlichem Gruß
Griseldis Ellis und Christian Jacobs für die J&P GmbH

Feb 09
Größerer Spielraum, weniger Stress

Größerer Spielraum, weniger Stress

Autor: Andreas Mojzisch

Viele Menschen müssen unter Zeitdruck arbeiten. Ein Termin jagt den anderen und die Deadlines häufen sich. Wie gehen Menschen mit Zeitdruck um? Unter welchen Arbeitsplatzbedingungen kommen wir ohne Probleme mit Zeitdruck klar und welche Arbeitsplatzbedingungen führen dazu, dass Zeitdruck negative gesundheitlichen Folgen hat? Diesen Fragen haben sich der Arbeitspsychologe Jan Häusser und sein Team in einer aktuellen experimentellen Studie gewidmet.

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