Jun 29

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Redaktion: Julia Neuhaus

Der Software-Gigant SAP hat ehrgeizige Wachstumsziele: Bis 2015 will das Unternehmen die Umsätze auf 20 Milliarden Euro verdoppeln. Um dieses Ziel erreichen zu können, müsse das Unternehmen aber erst “neue Führungskompetenzen heben” wie es in einem dem Spiegel vorliegenden Briefing der Personalabteilung heißt.

Hierzu lädt die Arbeitsdirektorin Angelika Dammann nach Aussagen des Spiegel nun seit Mai nach und nach zu einem 3-tägigen Assessment, in dem die Topführungsverantwortlichen alle ihr persönliches Führungsverhalten einer Prüfung unterziehen und gegebenenfalls lernen, es zu verbessern. Vorstand und 1. Führungsebene machen den Anfang, danach geht es sukzessive weiter mit den darunter nachfolgenden hierarchischen Ebenen.

Der BDP (Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen) kommentierte diese Nachricht in Form einer Pressemitteilung als wichtiges Signal für die Deutsche Unternehmenslandschaft und betonte, dass im internationalen Vergleich in Deutschland noch viel zu selten an solcher Stelle investiert wird.

Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Investitionen dieser Art einen enormen ROI nach sich ziehen. Erfolgskritisch ist dabei, auf die Qualität der Verfahren und der durchführenden Personen zu achten. Als eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg bezeichnet BDP-Präsidentin Sabine Siegl eine gute Vorbereitung: Für die zu testenden Führungskräfte muss ein Anforderungsprofil erstellt werden, denn geeignet sei eine Person immer nur für etwas. Zudem liefere ein solches Profil wichtige Anregungen für die Gestaltung des weiteren Verfahrens, z.B. für Interviewfragen und Rollenspiele.

Im Zuge dieser Pressemitteilung wies der BDP auf die als sicher geltende Einführung der neuen ISO-Norm 10667 hin, die für Dezember 2011 erwartet wird.

Sie umfasst unter dem englischen Begriff „Assessment“ alle Verfahren, die auf Personen, Gruppen oder Organisationen angewandt werden und Aussagen zur beruflichen Eignung treffen, sei es in Rekrutierungsverfahren, bei Auswahlentscheidungen oder Beförderungen.

Den vollständigen Spiegel Online-Artikel “SAP schickt Vorstand zum Eignungstest” finden Sie hier:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,763398,00.html

Die Pressemitteilung des BDP können Sie hier einsehen:

http://www.bdp-verband.de/bdp/presse/2011/07_sap.html

Apr 14

Autor: Andreas Mojzisch

Auch das Selbstbild des Recruiters beinflusst die Personalauswahl.

Auch das Selbstbild des Recruiters beinflusst die Personalauswahl.

Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit einer professionellen Personalauswahl. Dass es dabei nicht immer objektiv zugeht, dürfte kein Geheimnis sein. Der Bewerber mit dem Bauchansatz erscheint vielen Menschen beispielsweise weniger durchsetzungsfähig als der durchtrainierte Marathonläufer.
In einer aktuellen Studie von Stephen Garcia und seinem Team konnte eine neue Urteilsverzerrung bei der Personalauswahl nachgewiesen werden: Wir neigen dazu, eher solche Bewerber auszuwählen, die auf einer für unser Selbstbild wichtigen Dimension schlechter abschneiden als wir selbst.
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Feb 25

Autorin: Sophia v. Helpenstein

The 6 Crappiest Interview Questions

The 6 Crappiest Interview Questions

Die wirklich, wirklich zielführenden Basics für ein Mitarbeiterauswahlgespräch finden Sie hier: The 6 Crappiest Interview Questions von The Oatmeal!
Viel Spaß und schönes Wochenende!

Aug 09

Autor: Martin Scheuplein

Zugegeben, irgendwie bewundern wir diese Menschen doch schon sehr; diejenigen, die unseren PC zum Teil der „remote Server-Landschaft“ werden lassen (und uns auch noch erklären könnten, was diese Landschaft überhaupt ist…), oder diejenigen, die mit Pipette und weiteren „alchimistischen“ Gerätschaften Wunderwerke der modernen chemischen Industrie erschaffen, ohne die wir täglich zumindest doch wenigstens ziemlich übel riechen würden (um nur ein banales Beispiel zu nennen).

Wir bewundern Sie, weil Sie ein viel tieferes und spezielleres (Fach-) Wissen haben als der Rest von uns und außerdem damit umgehen, als wäre es ein Kinderspiel.

Und doch gibt es in der beruflichen Welt einen Haken!

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Apr 22

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen ergeht, aber ich langweile mich so.

Ich langweile mich in endlosen Meetings, in Gesprächen, auf Konferenzen, bei Empfängen, bei der Arbeit, beim Lesen der meisten Email-Texte. Bei Podiumsdiskussionen langweile ich mich besonders. Bei PowerPoint Präsentationen habe ich geradezu Schmerzen.

Ich langweile mich mit Menschen, die mir immer und immer ihre Probleme schildern (ich bin ja Berater) und an keiner Lösung interessiert sind und mir zu jedem Vorschlag, den ich entwickle mit: „ja, aber “ antworten.

Und denke mir immer: ich gehe jetzt. Aber ich gehe nie. WARUM NICHT ?

WIE KOMMT DAS NEUE IN DIE WELT???

KAMPF DER LANGEWEILE IM JOB!

Leute, lacht mehr! Seid lustiger! Präsentiert und redet kürzer. Haltet einfach mal den Mund.

Geht nach Hause oder spazieren und macht Euch einen schönen (Frei)Tach, wenn es langweilig wird.

Beendet die Meetings und überlegt Euch, ob und warum Ihr eine Mail schreibt, wenn Ihr nix zu sagen habt. Schont nicht nur die Bäume. Schont mich. BITTE.

Und: Unterfordert Eure Mitarbeiter nicht! Denen geht es genauso wie mir. Glaubt mir:

Bore Out ist schlimmer als Burnout!

Schönes Wochenende!

Ihre Sophia v. Helpenstein

Apr 09

 

Autor: Sophia von Helpenstein

Neulich war ich auf einer großen Konferenz einer großen deutschen Bank zum Thema Changing Leadership.

Es wurde viel über weibliche Führungskräfte gesprochen (vor allem von Männern).

Ich habe gelernt, dass Frauen oft Kinder haben und ein Unternehmen fortschrittlich ist, wenn es den Frauen ermöglicht, die Kinder in den Betriebskindergarten zu geben und Teilzeit arbeiten (natürlich vornehmlich, wenn sie nicht Führungskräfte sind). Männer sind fortschrittlich, wenn sie sagen, dass sie Kinder haben und es schaffen, sie einmal in der Woche ins Bett zu bringen.

Frauen sind empathischer und haben in der Regel „ein Händchen für die Mitarbeiterführung“.

Frauen verbessern das Arbeitsklima und eigentlich bedauert jeder, dass es sie so wenig gibt in Führungspositionen, Vorständen und Aufsichtsräten.

Alle sind sich einig.

In den skandinavischen Ländern, die die Quote durchgedrückt haben, zeigt sich, dass Unternehmen, deren Aufsichtsorgane weitgehend paritätisch besetzt sind, wirtschaftlich erfolgreicher sind.

Ich habe in über 20 Jahren Beratertätigkeit viele Männer getroffen, die „so gerne mit Frauen arbeiten“ .

Jeder ist dafür, (mehr) Frauen einzustellen?

Im Aufsichtsrat der 200 größten Unternehmen (Top 200) in Deutschland sind Frauen zu 7,8 % vertreten. Über die Hälfte von ihnen (57,4 %) wird von Arbeitnehmervertretungen entsandt. Der Anteil der Unternehmen ohne eine Frau im Aufsichtsrat liegt bei über einem Drittel.

In den 100 größten Unternehmen (Top 100) nur eine Frau im Vorstand. Bei den Top 200 sind es nur elf, dies entspricht einem Anteil von gut einem Prozent.

Das Zukunftsinstitut sagt, dass “der prognostizierte Mangel an jungen Arbeitskräften die Nutzung des weiblichen Humankapitals zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor machen wird. Innovative Unternehmen zeigen schon heute, wie es gelingen kann, das weibliche
Humankapital auch über Familienphasen hinweg zu nutzen.”

Noch Fragen ?

Schönes Wochenende !

Ihre Sophia v. Helpenstein

Feb 19

und er funktioniert doch!

Der lustigste Satz, den ich in jeder, aber auch jeder Besprechung mit meinen Kunden höre, egal, ob wir über Employer Branding, Personalentwicklung oder Kompetenzen reden ist:

„Der Mensch ist das Wichtigste in unserem Unternehmen“.

Ne, wirklich nicht. Die Realität schaut doch ganz anders aus: Der Mensch muss vor allem funktionieren, zuverlässig sein, Null-Fehlertoleranz haben oder zumindest anstreben, High Performance liefern, Ergebnisse produzieren, sich integrieren, ständig verfügbar sein, überall einsetzbar, leicht von hier nach da zu schieben, auszutauschen…..

Hört sich an wie Maschine? Ist Maschine!

Ok. Dann plädiere ich darauf, ihn auch bitte wie eine Maschine zu behandeln. Mindestens. Wie das geht? Das wissen doch alle Unternehmen, die wenigstens einen PC oder gar eine Produktion haben.

  • Wir akzeptieren, dass er um seiner Leistung Willen Geld bekommt und kostet.
  • Seinen Nutzen und die Investition berechnen wir exakt.
  • Wir pflegen ihn sorgfältig und behandeln ihn vorsichtig.
  • Er braucht vorbeugende Instandhaltung; er gehört regelmäßig gepflegt und gewartet,
  • Wir schützen ihn vor Verschleiß.
  • Bei Ausfall hilft Instandsetzen.
  • Wir verschonen ihn mit: gesundem Menschenverstand, Bauchgefühl, psychologischem Halbwissen, unfähigen Führungskräften und unsinnigen Entwicklungsangeboten

DANKE.

Ihre Sophia v. Helpenstein