Nov 23
Autor: Paul Huf
Zu meiner künstlerischen Praxis gehört es, dass ich mit unterschiedlichen Gruppen gestalterisch arbeite, im Moment sind das jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan, Irak und verschiedenen Ländern Afrikas, die in einem Heim in München Pasing untergebracht sind, weil sie allein als Minderjährige geflohen sind. Ich bin immer wieder erstaunt, wie tapfer sie sind und habe enormen Respekt für ihren Mut. Hier ist mir eine Besonderheit aufgefallen, die ich gern in die Diskussion einbringen möchte.
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Nov 13
die Galerie von justhuman
Die junge elegante Dame mit schön frisiertem Haar blickt etwas streng auf den Betrachter, hinter ihr ein feiner weißer Store mit Blumenmuster, neben ihr schwebt ein großer Kinderschuh. Der Mund der eleganten Damen ist irgendwann verloren gegangen – vielleicht hat jemand die Scheibe zu intensiv geputzt oder ein starker Regenschauer in einer stürmischen Nacht hat ihn weggeküsst. Den Frisörsalon, der hier mal beworben wurde, gibt es schon lange nicht mehr. Aber die Besitzerin fand wahrscheinlich die Bemalung so schön, dass sie sich nicht entschließen konnte, sie zu entfernen. (zu justGallery)
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Sep 14
blogpost von odilo weber
"die für den künstler wunderbarste und ehrlichste anerkennung seiner arbeit ist der ankauf der selbigen…)"
wortlaut-gerhard richter
"Mit Blick auf den See saßen schließlich die Geschwister noch kurz beisammen und erinnerten sich an die Jugendjahre, in denen man eng verbunden gewesen sei." *1
…& genau an diesem see sitze ich gerade & habe zuvor das grab von blinky palermo besucht…bis vor einem jahr war es ein ganz gewöhnliches kleines familiengrab…ein grabstein mit der inschrift der verstorbenen (palermo wurde dort noch als peter heisterkamp erwähnt-obwohl er ja eigentlich peter schwarze hiess & letztlich doch als blinky palermo starb)…vor zwei jahren also entschloss man sich in dieser stadt diese einfache grabstätte in ein ehrengrabmahl zu "verwandeln"….das war im jahr 2007 – dreißig jahre nach palermos tod…das grab misst zwei schritte mal zwei schritte einer 180cm grossen person…mittig-nach unten etwas mehr raum lassend (gleich einem passpartout!!) hat man einen massiven rechteckig/länglichen naturstein gesetzt…oder besser: draufgewemmst….an den rändern bleiben jeweils ca. 50cm platz, den man mit braunen rindenmulch ausgelegt hat…der stein stammt von einem anderen westfälischen künstler und ehemaligen ateliermitbewohner palermos: ulrich rückriem (der sich auch an anderer stelle in dieser stadt mittels schwergewichtiger steine verewigt hat)
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Aug 04
autor: odilo weber
draczika im juli…"hierher also kommen die leute um zu leben…man könnte meinen es stürbe sich hier besser…" von wem auch immer dieses zitat stammt (ich habs vergessen) aber es fällt mir immer wieder ein wenn ich hier bin…so sollte der letzte ort aussehen…sich anfühlen…kaum hat man diese insel betreten wird man von einem duft überwältigt der eine sonderbare mischung ist auch thymian-rosmarin-curry…leider ist es wie für einen raucher in einer raucherwohnung…nach kurzer zeit nimmt man den geruch nicht mehr wahr…allerdings kehrt er hier immer wieder zurück…für momente…dazu diese warme luft mit leichten wind-das karge land-die eintönigkeit des alltags-alles unspeltakuläre ist hier zu hause-man wird (wenn man es denn zulässt) auf sich zurückgeworfen mit einer wucht ähnlich dem wellengang während der bora…ein nichtort den ich nie verlassen möchte….der platz liegt in einer kleinen bucht und bietet nur ca. 30 stellplätze…trotzdem gibt es zu bestimmten (wie abgesprochenen) zeiten ein reges treiben…
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Jul 31
autor: odilo weber
mein lieber…ich habe heute eine kleine wanderung entlang der felsigen küste in die nächste bucht gemacht…die ohnehin schon ruhige und unspektakuläre welt "unserer" bucht wurde in der nächsten vollends zum ort der stille…nachdem ich ein bisschen geschwommen bin habe ich mich auf den feinkiesboden gelegt in den blauen himmel geschaut und…über deine sätze nachgedacht…
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Jul 14
Ein Team b(u)ildet sich.
Wir arbeiten täglich daran, für Unternehmen die passenden Mitarbeiter zu finden – die sich in ein Team integrieren können, Verantwortung übernehmen, führen können. Und wir helfen, gute Teams noch leistungsfähiger zu machen, ihnen neue Horizonte aufzuzeigen, ihnen “Kultur” beizubringen und nachhaltigen Wandel intelligent mitzugestalten.
Es war an der Zeit, dass wir uns als Team selbst einmal die Zeit gönnen und unsere eigene Kultur etwas pflegen. Und zwar mit viel Kunst, tiefer gehenden Gesprächen und nicht zuletzt auch einer wirklich herausragenden Esskultur.
Wenn wir uns als gesamtes J&P Team einmal einen Tag mit uns selbst beschäftigen, dann muss die Kunst ganz einfach dazugehören – so wie sie uns auch täglich bei unseren Aufgaben begleitet. Sie bietet uns Inspiration, Abstand, Halt.
Zwischen Damien Hirst, Regen, Cheesburgern, Tupperware, Tramezzini…. ein gelungener Tag.
Impressionen von Paul Huf
Mai 04
In der ZEIT ge- (und für gut be-) funden
Der folgende Artikel wurde erst kürzlich in der ZEIT abgedruckt. Die Krise hat die Kunst erreicht – bzw. den Kunstmarkt. Und das mit erheblichen Auswirkungen. Für Sammler, Künstler und sicherlich auch die Schreiber des Feuilleton (nicht nur die der ZEIT) sind neue Zeiten angebrochen. Während man sich im Banken- und Finanzwesen beim momentanen Abwärtsstrudel als Lichtblick wenigstens eine heilende Säuberung erhofft, schaut es bei der Kunst etwas düsterer aus. Aber lesen Sie selbst. Die ersten Zeilen hier, den ganzen Artikel direkt beim Herausgeber
Bild: Installation "Shibboleth" der Künstlerin Doris Salcedo in London. ZEIT Nr. 17 vom 16. April 2009
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