Aug 01

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Autoren: Christian Jacobs und Julia Neuhaus

In den letzten Jahren hat sich im Bereich Leadership Development viel bewegt. Wie Gianpiero Petriglieri (Affiliate Professor für Organizational Behaviour in INSEAD) in seinem jüngst veröffentlichten Arbeitspapier "Identity Workspaces for Leadership Development" sagt, ist Leadership Development in der letzten Dekade von einer beliebten Aktivität zu einem Feld der ernstzunehmenden wissenschaftlichen Auseinandersetzung geworden. Diese Auseinandersetzung treibt unweigerlich die Veränderung und Weiterentwicklung von sogenannten Leadership Development-Programmen an und beeinflusst deren Gestalt nachhaltig. Wahrnehmbar ist die Veränderung insbesondere darin, dass international führende Eliteeinrichtungen wie INSEAD oder das IMD in Lausanne ihre Leadership Development-Angebote neuerdings zunehmend als sogenannte „Identity Workspaces“ konzipieren.

Im Gegenzug zu traditionellen Leadership Development-Programmen, die ihren Fokus im Wesentlichen auf der Akquisition von konzeptionellem Wissen und notwendigen Fähigkeiten haben, ermöglicht die Konzeptionierung von Leadership Development-Programmen als Identity Workspace neben diesen Aspekten die Revision und Konsolidierung von individuellen und kollektiven Identitäten. Es geht dabei eben auch darum, die eigene Anbindung an die Herausforderung des Führens zu spüren und zu verstehen, und Wissen und Fähigkeiten in ihrer Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext zu begreifen.

Wie Petriglieri es sagt, geht es bei Führung in der Essenz um die Balance von Aktivität und Identität. Und beide Aspekte bedürfen der kontinuierlichen Entwicklung. Einen Identity Workspace macht seiner Ansicht nach aus, dass es sich dabei um eine geschützte Umwelt für Identitätsarbeit handelt. Einen Rahmen, der den Prozess der Konsolidierung von existierenden Identitäten genauso ermöglicht wie auch eine radikale Neuorientierung.

Was bedeutet das für Arbeitgeber? Früher war es eher wahrscheinlich, dass ein Mensch, der seine Arbeit als zentrales Element seiner Identität gesehen hat, auch seinen Arbeitgeber als haltende Umgebung für seine Identitätsentwicklung wahrgenommen hat. Die Zeiten haben sich diesbezüglich sehr gewandelt, die Verbundenheit mit dem Arbeitgeber ist heute in den meisten Fällen nur noch sehr gering, wenige Menschen erwarten oder wünschen sich überhaupt noch, ihr ganzes Leben für einen Arbeitgeber zu arbeiten. Im Gegenzug ist natürlich der Stellenwert der Arbeit als Identitätsraum ungebrochen und genauso die Suche nach persönlicher Weiterentwicklung in einem geschützten System.

Hier kommen heutzutage vermehrt Business Schools und andere Anbieter von Leadership Development-Programmen ins Spiel: Manager scharen sich überall auf der Welt in Executive Programmen zusammen und nutzen diese nicht nur um ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Netzwerke zu erweitern, sondern auch – ob bewusst oder unbewusst – als persönlichen Entwicklungsraum, um zu konsolidieren oder manchmal sogar neu zu finden, wer sie eigentlich sind.

Als Unternehmen, dass auf über 20 Jahre Erfahrung in der Identitätsarbeit mit Führungsverantwortlichen und der Kulturentwicklung in Unternehmen zurückblickt, freuen wir uns natürlich sehr über das zunehmende Bewusstsein für den Stellenwert der Identitätsarbeit im beruflichen Kontext. Der Wertbeitrag solcher Arbeit ist nicht nur auf der Individualebene relevant, sondern auch ein Unternehmen an sich muss sich stetig in seiner Identität schärfen. Für uns impliziert das, dass wir einerseits unsere Exzellenz im Bereich der Gestaltung von unternehmensunabhängigen Identity Workspaces wie z. B. unseren Retreats und die daraus organisch resultierenden Netzwerke weiter ausbauen. Und andererseits bestärken und unterstützen wir Unternehmen in ihren übergeordneten identitätsbildenden Prozessen und besonders darin, eine Kultur und die entsprechenden Arbeitsräume zu gestalten, die Menschen gerecht werden, die sich langfristig und mit hohem Einsatz um die Entwicklung ihrer professionellen Fähigkeiten und Ressourcen bemühen.

Quellen:

Das vollständige INSEAD-Arbeitspapier "Identity Workspaces for Leadership Development" von Gianpiero Petriglieri können Sie hier kostenlos als PDF herunterladen:

http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1756743##

Der Artikel "Identity Workspaces: The Case of Business Schools" von Jennifer und Gianpiero Petriglieri kann hier gegen Gebühr eingesehen werden:

http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1756743##

Jun 29

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Redaktion: Julia Neuhaus

Der Software-Gigant SAP hat ehrgeizige Wachstumsziele: Bis 2015 will das Unternehmen die Umsätze auf 20 Milliarden Euro verdoppeln. Um dieses Ziel erreichen zu können, müsse das Unternehmen aber erst “neue Führungskompetenzen heben” wie es in einem dem Spiegel vorliegenden Briefing der Personalabteilung heißt.

Hierzu lädt die Arbeitsdirektorin Angelika Dammann nach Aussagen des Spiegel nun seit Mai nach und nach zu einem 3-tägigen Assessment, in dem die Topführungsverantwortlichen alle ihr persönliches Führungsverhalten einer Prüfung unterziehen und gegebenenfalls lernen, es zu verbessern. Vorstand und 1. Führungsebene machen den Anfang, danach geht es sukzessive weiter mit den darunter nachfolgenden hierarchischen Ebenen.

Der BDP (Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen) kommentierte diese Nachricht in Form einer Pressemitteilung als wichtiges Signal für die Deutsche Unternehmenslandschaft und betonte, dass im internationalen Vergleich in Deutschland noch viel zu selten an solcher Stelle investiert wird.

Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Investitionen dieser Art einen enormen ROI nach sich ziehen. Erfolgskritisch ist dabei, auf die Qualität der Verfahren und der durchführenden Personen zu achten. Als eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg bezeichnet BDP-Präsidentin Sabine Siegl eine gute Vorbereitung: Für die zu testenden Führungskräfte muss ein Anforderungsprofil erstellt werden, denn geeignet sei eine Person immer nur für etwas. Zudem liefere ein solches Profil wichtige Anregungen für die Gestaltung des weiteren Verfahrens, z.B. für Interviewfragen und Rollenspiele.

Im Zuge dieser Pressemitteilung wies der BDP auf die als sicher geltende Einführung der neuen ISO-Norm 10667 hin, die für Dezember 2011 erwartet wird.

Sie umfasst unter dem englischen Begriff „Assessment“ alle Verfahren, die auf Personen, Gruppen oder Organisationen angewandt werden und Aussagen zur beruflichen Eignung treffen, sei es in Rekrutierungsverfahren, bei Auswahlentscheidungen oder Beförderungen.

Den vollständigen Spiegel Online-Artikel “SAP schickt Vorstand zum Eignungstest” finden Sie hier:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,763398,00.html

Die Pressemitteilung des BDP können Sie hier einsehen:

http://www.bdp-verband.de/bdp/presse/2011/07_sap.html

Jan 19

von Danny

 

No More Meetings

Gute Idee wie ich finde. In manchen Unternehmen sind Meetings zum reinen Selbstzweck verkommen. Glücklicherweise aber nicht überall. Für alle, die sich eher zu ersteren Gruppe zählen, kann die Idee ja ein Weckruf sein.

Every minute you avoid spending in a meeting is a minute you can get real work done instead.

http://boycottameetingday.com/

Jan 12

Autor: Danny

 Don't Follow Me

J&P twittert zwar bislang nur vereinzelt oder indirekt, wir nehmen dieses Medium aber dennoch sehr ernst. Zum einen, weil es eine wahre Fundgrube an mitunter sehr interessanten Links zu Artikeln ist, zum anderen, weil wir uns von Haus aus mit Kommunikation beschäftigen.

 

Wie schief Kommunikation/Twitter jedoch auch laufen kann, darf jeder selbst nachlesen.

(Für die MTV-Generation: Die folgende Szene wurde zwar nicht von professionellen Stuntmen auf abgesperrter Straße inszeniert, wird aber dennoch nicht zum nachahmen empfohlen.)

http://www.trendopfer.de/wahrheit/2009/08/wenn-unternehmen-twittern/

Dez 29

hmmm… Gehört es nun in die Rubrik “Change” oder “Innovation”?
Im Zweifel, ist es wohl “Kunst”.

Dez 07

Autor: Danny

programs.jpg Peter Drucker hat in seinem Buch Innovation and Entrepreneurship 7 Quellen für Innovation identifiziert. Sie sind sicherlich leicht nachvollziehbar und erscheinen logisch. Man mag fast argumentieren "so what?"

Sie erlauben aber, das eigene Innovationsbestreben unter genau diesen Gesichtspunkten neu zu evaluieren. Unter welche "Kategorie" fällt Ihre Innovation? Welchen Wandel beobachten Sie und wo setzt Ihre Neuerung an? Welches sind demnach die richtigen, nächsten strategischen Schritte? Wie kommunizieren Sie Ihre Innovation? Was kann Ihnen dabei helfen, den Prozess voranzubringen?….

  1. Der unerwartete Erfolg oder Rückschlag.
  2. Aus der Unstimmigkeit zwischen der Wirklichkeit wie sie "ist" und wie sie wahrgenommen wird (oder "sein sollte")
  3. Innovation aufgrund von neuen Prozessbedürfnissen
  4. Wandel in der Industrie- oder Marktstruktur die jeden plötzlich betreffen.
  5. Demographie – Änderungen in der Bevölkerungsstruktur
  6. Wandel in der Wahrnehmung, Stimmung oder Werten von uns allen.
  7. Neues Wissen, ob in der Wissenschaft oder auch abseits derer.

Drucker selbst hat unter 1. noch "externe Effekte" mit erwähnt. Die sind (imho) aber durch die weiteren 6 Punkte weitreichend abgedeckt. Drucker mag mir diese Freiheit hier vergeben :)

Nov 04

 

Redaktion: Julia Neuhaus

Nach 25 Jahren in der Werbung als Texter und Kreativdirektor, unter anderem bei Ogilvy & Mather, Springer & Jacoby und den eigenen Agenturen Xynias, Wetzel und der Hello AG ist Matthias Wetzel nun verantwortlicher Partner der J&P GmbH für das Thema "Kommunikation in und für Unternehmen".

 

In diesem kurzen Clip erfährt man etwas darüber, wer Matthias Wetzel ist und was er bei J&P eigentlich macht. Er erzählt, was er aus der klassischen Werbung mitbringt, das seine Arbeit bei J&P so besonders macht. Und wofür er gerne den nächsten Preis gewinnen würde.

Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, dass er da ist!