
Der Künstler Paul Huf, der Zeitzeuge Ernst Grube und die Pädagogin Helga Hanusa zu Beginn der Reise am Münchner Hauptbahnhof.
Am 20. November 2011 jährt sich die Deportation jüdischer Münchner vom Barackenlager Milbertshofen nach Kaunas in Litauen zum 70. Mal. 976 Münchner Mitbürger wurden im November 1941 in den Tod geschickt.
Seit dem 6. November reisen der Künstler Paul Huf, Artist in Residence bei J&P, und der Holocaust-Überlebende Ernst Grube mit dem Zug entlang der Deportationsroute nach Litauen. Die Journalistin Renate Eichmeier und die Pädagogin Helga Hanusa begleiten sie auf ihrem Weg in die Vergangenheit. Im Rahmen ihrer Forschungsreise wollen der Zeitzeuge und der Künstler das Unfassbare aus der Zeit des Nationalsozialismus verarbeiten und ihm dabei auch eine neue Form des Gedenkens geben. Ihre Eindrücke halten die Forschungsreisenden in Schrift und Bild in einem Reisetagebuch fest.
Die entstanden Texte und Bilder werden im Internet dokumentiert und täglich abends zwischen 19 und 22 Uhr an die Hausfassade des Kulturhauses Milbertshofen projiziert. Wir laden Sie deshalb herzlich ein, in den kommenden Tagen das Reisetagebuch der “Forschungsreise wider das Vergessen” online zu verfolgen.
Von 2. Dezember 2011 bis 27. Januar 2012 sind die Fotografien und Zeichnungen Paul Hufs, die während der Reise entstanden, in einer Ausstellung im Kulturhaus zu sehen. Der Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers eröffnet die Ausstellung am 1. Dezemer 2011 um 18 Uhr. Ab 1. März können die Bilder über den Kunstverleih Milbertshofen ausgeliehen werden. So wandert das Gedenken in die privaten Räume und der Graben zwischen öffentlichen Appellen zum Gedenken an den Holocaust und der Beschäftigung damit im Privaten wird überwunden.
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