Aug 17

Autor: Danny

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“There is also no clothing policy at Neflix, but no one has come to work naked lately”
– Patty McCord, 2004, Netflix

Manche Unternehmen sehen es sehr locker und befreien ihre Mitarbeiter von unendlich langen Handbüchern und Vorschriften. Über das obenstehende Zitat sind wir bei der Recherche für einen Kunden zum Thema “Kultur und E-Commerce” gestoßen. Die gesamte Präsentation zum Unternehmen NETFLIX ist auch bei Slideshare abrufbar (absolut empfehlenswert!). Sogar der UniSpiegel hat darüber berichtet und stolze 169 Kommentare sind dazu bisher abgegeben worden.

Neben Netflix sind natürlich auch die “usual suspects” wie Google (Hunde in der Firmenzentrale), Microsoft (Shopping Mall und Sport Center auf dem Unternehmensgelände, was natürlich “Campus” genannt wird) oder auch IBM Vorbilder, wenn es um eine neue Arbeitskultur geht.

Der Schuhverkäufer Zappos, erst kürzlich von Amazon übernommen, schreibt seine eigene Erfolgsstory. Delivering Happiness – das sollte auch jeder Personalchef mal gelesen haben. Al Bundy ist soooo 90er.

Vielleicht noch von Interesse:

http://www.inc.com/magazine/20090501/the-zappos-way-of-managing.html

http://www.lrn.com/images/LRN_Images/About/ebay_CaseStudy.pdf

http://wiki.media-culture.org.au/index.php/Amazon_-_Corporate_Culture

… und wer die wirklichen Ideen der “New Economy” immer noch für Spielerein hält, denen an der Börse gezeigt wurde, womit sich letztlich Geld verdienen lässt, der sollte aus heutiger Sicht noch einmal das cluetrain manifesto lesen und überlegen, wie Amazon & Co. ihren Markt gewonnen haben.

Autor: danny

9 Antworten zu “Keine Regel ist auch eine Regel”

  1. Julia Neuhaus sagt:

    Jaja…das Cluetrain-Manifest ist ja wieder in aller Munde :-) Und ich bin mal wieder sehr beeindruckt von unsererm Chef. Hat er uns doch vor zwei Monaten die Aufgabe gegeben, das Cluetrain-Manifest wieder zur Hand zu nehmen und aus heutiger Sicht zu durchleuchten.

    Und siehe da, zwei helle Köpfe, deren Blogs ich mit großem Interesse verfolge, haben diesen Monat auch zum Thema gepostet:

    EXITING COMMERCE – Social Media vs. das verflixte Cluetrain-Manifest:

    http://www.excitingcommerce.de/2010/08/cluetrain-manifest.html

    WRITTEN IN BASIC – Warum mir dieses Social Media Gelaber auf den Sack geht

    http://www.robertbasic.de/2010/08/warum-mir-dieses-social-media-gelaber-auf-den-sack-geht/

    Ist das vielleicht ein morphogenetisches Feld :-D

  2. Ulf Reuber sagt:

    Der written in basic-Blog ist echt cool!!! Besonders gut fand ich dieses Post, ganz meine Meinung:

    “Solange die Marketing- und Werbefuzzis “Social Media” sagen und “Reklame, wie bisher” meinen – solange ist das nur Generve. Die eigentliche Herausforderung ist es doch, Kunden ernst zu nehmen und mit ihnen einen Dialog zu fahren. Das hat nix mit Kuscheln zu tun. Denn Kuscheln tue ich nur mit Katzen und kleinen Kindern und anderen Subjekten, die ich nicht wirklich ernst nehme.

    Der Gegensatz zu Kuscheln ist harter, offener, ehrlicher Sex. Dabei muss ich aber etwas von mir preisgeben, meinen Partner befriedigen – und dann erst mich.

    Die Reklame-Fuzzis können einfach nur schlechten Sex.”

    Joachim Graf
    ON AUGUST 12, 2010 AT 12:55

  3. Julia Neuhaus sagt:

    @Ulf: Da sind aber viele ****Worte drin :-D

    Arbeiten macht auch sooooo viel mehr Spass, wenn man sich gut um die Kunden & Kollegen kümmern kann!!

    Wie findest Du denn Zappos? Schade, dass wir die hierzulande nicht genauso haben, die würde ich gerne mal testen. Das wäre lustig. Ein totaler Kulturschock für viele unserer Landsleute?

    ZAPPOS:

    http://www.youtube.com/watch?v=COd3yOqYMFw&NR=1

    http://www.youtube.com/watch?v=g6WHAfWqX3s&feature=channel

    In diesem Interview erzählt Tony Hsieh, aus welchen Erfahrungen Zappos gelernt hat, dass sich das enorme Investment in die Unternehmenskultur nicht nur aus Qualitätssicherungsaspekten lohnt, sondern sich auch als wichtiges Marketingelement entpuppt hat:

    http://www.youtube.com/watch?v=t04Yn-kKc0A&feature=related

    Und hier noch ein guter Artikel zu den besonderen Herausforderungen des Modells an Tony Hsieh: http://www.inc.com/magazine/20100601/why-i-sold-zappos.html
     

  4. Ulf Reuber sagt:

    Ist das eine Sekte? Oder ist da vielleicht irgendwas im Trinkwasser, wo die sind?

  5. Julia Neuhaus sagt:

    Dann würd ich mir aber wünschen, dass mehr Leute das im Trinkwasser haben…

    Zappos sues Walt Disney :-D

    http://blogs.zappos.com/blogs/ceo-and-coo-blog/2010/04/01/zappos-com-sues-walt-disney-company

    Die Zappets sind aber auch der Wahnsinn:

    http://blogs.zappos.com/blogs/inside-zappos/2010/03/09/meet-zappets

  6. Susanne Marie Ecker sagt:

    Also um nochmal auf das Netflix-Zitat zurück zu kommen: Ich finde Dresscode essentiell und eine Frage des Respekts. Und ich denke vielen Menschen meiner Generation geht es so und es ist leider gar nicht mehr selbstverständlich, dass sich die jungen Leute selbst im Business-Kontext ohne entsprechende Regeln richtig kleiden.

  7. danny sagt:

    @ Susanne Marie Ecker – ich glaube auch nicht, dass alle MAs bei Netflix in Bermuda-Shorts zur Arbeit kommen. Und wenn es um Verhandlungen bei Sony geht, werden sicherlich die Armanianzüge ausgepackt.

    Fakt ist aber, und da stimme ich dem Netflix-Codex zu, dass es sicherlich unproduktiver ist, für alles mögliche eine verbindliche Regel zu schaffen statt den Menschen zu vertrauen, eine Situation (Anzug ja oder nein) selbst einzuschätzen.

    (PS: es ist Freitag, keine Kunden oder Geschäftspartner sind heute im Büro und ich trage ein T-Shirt)

  8. Julia Neuhaus sagt:

    Ein schöner Artikel von den Kollegen bei Booz & Co. über Unternehmenskultur als Zugpferd von wirtschaftlichem Erfolg bei Zappos:

    http://www.strategy-business.com/article/10311?pg=0

  9. Stevie Bagg sagt:

    my God, i believed you were heading to chip in with some decisive insght in the end there, not go away it
    with ‘we go away it to you to decide’.

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