Aug 20

Autor: Sophia v. Helpenstein

Es ist Freitag und ich weiß, Sie haben eine Woche voller Aktivitäten, bewältigter Aufgaben, Termine, Gespräche und erledigter Dinge hinter sich.

Dennoch: Denken sie doch gerade einmal einen köstlichen Moment lang darüber nach, wovon Sie das Lesen dieser Kolumne abhält und welche Sache Sie in dieser Woche oder heute nicht getan haben, die – hätten Sie sie erledigt – einen signifikanten Unterschied in Ihrem beruflichen oder persönlichen Leben ausmachen würde.

Wenn Sie allerdings zu der eher seltenen Spezies von Menschen gehören, die stets alles Wichtige sofort erledigen, dann können Sie jetzt getrost aufhören zu lesen.

Die meisten Menschen, denen ich begegne, leiden jedoch geradezu unter dem teuflischen Zyklus ihrer Verliererstrategie und kommen trotz aller Kenntnisse über effektives Zeitmanagement keinen Schritt weiter. Den Prozess beschreiben sie alle gleich: eine Aufgabe ist zu erledigen. Typ: unangenehm. Priorität: sehr hoch. Motivation: unter dem Nullpunkt. Wichtigkeit: (für die eigenen Ziele): unklar.

Zuerst gehen wir in die Planungsphase. Wir beherrschen nahezu jede Zeitmanagement Theorie und schreiben Checklisten, um nur nichts zu vergessen. Dann versuchen wir mittels Otulook, Timer und und….. zu planen, Termine und Deadlines, Meilensteine zu setzen. Prioritäten und Ziele werden formuliert.

Leider haben unangenehme Aufgaben die Eigenschaften, ganz klar umrissen zu sein, über ihre Dringlichkeit besteht kein Zweifel und wir wissen schon, bevor wir Termine eintragen, um die Halbherzigkeit dieser Angelegenheit. Spätestens hier beschleicht uns auch das leider nicht mehr ungewisse Gefühl, dass wir – anstatt zu tun, was zu tun ist – erst einmal einen Riesenaufwand betreiben, um uns selbst zu beschei… und, dass es an sich schon zu spät ist.

Tschüss, schönen FreiTach

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